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Analyse der aux-Worker-Konfiguration (aux=1–3)
Purpose
Vergleichsanalyse der Leistungswirkung verschiedener aux-Worker-Konfigurationen, um eine belastbare Standardkonfiguration für Log-Analyseprozesse festzulegen.
Problemstellung: Erhöhung der aux‑Worker‑Anzahl verbessert möglicherweise log‑basiertes I/O‑Verhalten, kann aber durch erhöhte Streuung und sinkende Effizienz saturieren. Ziel war, die optimale Anzahl von aux‑Workern zu bestimmen.
Ziele:
- Messung der Wirksamkeit zusätzlicher aux-Worker auf Hotspot‑Tail‑Latenzen
- Ermittlung von Varianz‑ und Bandbreitenänderungen bei Skalierung von aux‑Worker‑Anzahl
- Festlegung einer stabilen Betriebsregel auf Basis statistischer Schwellen
Kontext & Hintergrund
Drei Messläufe (#34, #36, #37) mit identischer Messmethodik, variierender aux‑Worker‑Anzahl (1, 2, 3).
Gruppierung:
- aux=1
- aux=2
- aux=3
Trace-Metadaten / zusätzliche Tags:
- epoch_ms
- monotonic_ns
- tz_offset_minutes
- run_id
- step_id
Domänenkontext:
- Leistungsanalyse asynchroner Log-Verarbeitungs-Worker
- Bewertung von I/O-Lastverteilung und Timing-Streuung
Outlier-Definition:
- Methode: Interquartilsabstand (IQR)
- Beschreibung: Abweichungen jenseits des 1,5×IQR‑Bereichs gelten als Ausreißer im Latenzverhalten.
- Metrik: retry_tail_p99
Motivation:
- Reduktion der Latenzspitzen in near‑expiry‑unpinned Hotspots
- Vermeidung von Drift in band_width bei zunehmender Parallelität
- Entwicklung reproduzierbarer, regelbasierter Skalierungsentscheidungen
Methode / Spezifikation
Übersicht:
- Vergleichsanalyse über drei Runs mit variierender aux‑Worker‑Zahl
- Auswertung mittels Median und Interquartilsabstand (IQR)
- Trennung der Metriken nach Hotspot‑Tail, Rest‑Tail und band_width
Algorithmen / Verfahren:
- Erfassen der Log‑Metriken unter identischen Rahmenbedingungen
- Berechnen von Median und IQR pro Kennzahl und aux‑Worker‑Gruppe
- Vergleich von Δp99 zwischen Runs
- Bewertung der Unterschiede anhand der IQR‑Spanne (Signifikanzkriterium Δ > IQR/2)
Bootstrap-Übersicht
Verteilungsschätzung möglicher Stichprobenmedian‑Differenzen durch wiederholtes Resampling.
Zielgrößen:
- retry_tail_p99_Hotspot
- retry_tail_p99_Rest
- band_width
Resampling-Setup
- aux=1
- aux=2
- aux=3
Stichprobeneinheit: Run‑Fenster (Zeitintervallmessung)
Resampling-Schema:
- bootstrap resampling
- 1.000 Wiederholungen pro Gruppe
Konfidenzintervalle:
- Niveau: 0.95
- Typ: percentile-based
- Ableitung: empirische Quantile der bootstrapped Differenzen
Abgeleitete Effektgrößen
Risk Difference (Differenz der Raten):
- Definition: Differenz der relativen Häufigkeit hoher Latenzwerte zwischen Vergleichsgruppen.
- Bootstrap: Schätzung der CI der Differenz aus resampled Anteil hoher p99‑Werte.
Risk Ratio:
- Definition: Verhältnis der Wahrscheinlichkeit erhöhter Latenz bei höherer aux‑Zahl.
- Bootstrap: Resampling‑basierte Schätzung der Verteilungsverhältnisse.
C-State-Kontrolle
Ziel: Sicherstellen, dass beobachtete Unterschiede nicht durch CPU‑Stromsparmodi beeinflusst werden.
Vorgehen:
- Fixieren der CPU‑C‑States während der Läufe
- Überwachung über Trace‑Metadata
- Dokumentation des setup_fingerprint zur Vergleichbarkeit
Input / Output
Input-Anforderungen
Hardware:
- Mehrkern‑CPU mit mindestens 4 Kernen
- Stabile I/O‑Speicherumgebung
Software:
- eigener Logger mit Sanity‑Header
- Telemetrie mit setup_fingerprint
- Statistikmodul zur Median/IQR‑Analyse
Konfiguration:
- aux‑Worker‑Zahl parametrierbar (1–3)
- identische Fensterung und Messperiode je Run
Erwartete Rohdaten
Felder pro Run:
- epoch_ms
- monotonic_ns
- tz_offset_minutes
- run_id
- step_id
- retry_tail_p99
- band_width
Formatbeispiele:
- 1705123145,512312233122,60,36,12,0.015,3.5e+06
Trace-Daten:
- Format: CSV oder JSON‑Logdateien mit fixem Header
- Hinweis: setup_fingerprint dient zur Absicherung parametergleicher Läufe
Analyse-Ausgaben
Pro Gruppe / pro Governor:
- Median
- IQR
- p99
- Drift‑Indikator (relative Varianz)
Vergleichsausgaben:
-
aux=1 vs aux=2
- Δ: deutliche Verbesserung von Hotspot‑p99
- CI(Δ): positiv außerhalb IQR
- RR: unter 1
- CI(RR): eng, stabil
-
aux=2 vs aux=3
- Δ: gering, innerhalb IQR
- CI(Δ): überlappt Null
- RR: ≈1
- CI(RR): breit, unsicher
-
C-State-Korrelation: keine signifikanten Korrelationen beobachtet
-
Trace-Muster: leicht erhöhte band_width‑Varianz bei aux=3
Workflow / Nutzung
Analyse-Workflow:
- Parameterwahl (aux‑Worker‑Anzahl setzen)
- Run‑Durchführung mit identischen Bedingungen
- Log‑Erfassung und Sanity‑Header‑Validierung
- Statistische Auswertung (Median/IQR, Bootstrap optional)
- Sättigungskriterium prüfen (Δ < IQR/2)
- Default‑Entscheidung aktualisieren
Trace-Template-Anforderungen
Ziel: Vergleichbare Runs ohne Tuning‑Artefakte erzeugen.
Erforderliche Tags & Metadaten:
- setup_fingerprint
- run_id
- aux_worker
- time_window_id
trace-cmd-Setup:
- fixierte CPU‑C‑States
- identische Logger‑Konfiguration
- synchronisierte Startbedingungen
Run-Design für Contributors:
- jeweils 1 Parameteränderung pro Run
- mindestens 3 Wiederholungen für Medianstabilität
Interpretation & erwartete Ergebnisse
Kernbefunde:
- aux=1 → aux=2 führt zu klar verbessertem Hotspot‑Tail (p99‑Verringerung außerhalb IQR)
- aux=2 → aux=3 zeigt keine signifikante Verbesserung, jedoch erhöhte Varianz in band_width
- Sättigungseffekt ab aux≥3 erkennbar
Implikationen für Experimente:
- aux=2 als stabiler Default sinnvoll
- weiteres Hochskalieren ohne strukturellen Vorteil
- Fokus künftig auf Steuerungsalgorithmik statt Worker‑Zahl
Planungsziel:
- Ziel: Definieren reproduzierbarer Entscheidungsregeln für Worker‑Skalierung.
- Vorgehen:
- Vergleich ΔHotspot‑P99 gegen IQR/2‑Schwelle
- Zusätzliche Driftbewertung von band_width in Frühfenstern
Limitationen & Fallstricke
Datenbezogene Limitationen:
- nur drei Runs, begrenzte Stichprobentiefe
- keine externe Replikation auf anderer Hardware
Bootstrap-spezifische Limitationen:
- Verteilungsschätzungen sensitiv für kleine Stichproben
- breite CI erschwert sichere Interpretation bei Δ≈0
Kausalität & Generalisierbarkeit:
- Resultate gelten nur für identische Logger‑ und I/O‑Profile
- keine direkte Generalisierung auf andere Task‑Typen
Praktische Fallstricke:
- unentdeckte Seiteneffekte bei paralleler Instrumentierung
- Verwechslung von Drift und Messrauschen bei kurzen Runs
Nächste Schritte & Erweiterungen
Geplante Experimente:
- Analyse alternativer Scheduling‑Strategien für aux‑Worker
- Erweiterung durch präzisere Latenz‑Vorhersagemodelle
Analyseziele:
- Quantifizierung der band_width‑Driftursachen
- Messung der Trade‑offs zwischen Parallelität und Stabilität
Regression & Modellierung:
- Aufbau eines Regressionsmodells für aux‑Worker‑Effekte auf Latenzmetriken
Community-Beiträge:
- Bereitstellung der setup_fingerprint‑Methodik als offenes Vergleichsinstrument für ähnliche Experimente