# Einfluss der Zeitumstellung auf Worker-Kapazität und Effizienz ## Purpose Analyse der Stabilität und Performance von Systemen während einer Zeitumstellung, insbesondere mit Fokus auf Worker-Skalierung und Timing-Konsistenz. **Problemstellung:** Zeitumstellungen beeinflussen Zeitstempel und Messungen. Ziel ist, echten Performance-Einfluss von artefaktbedingten Verzerrungen zu trennen. **Ziele:** - Überprüfung der Systemreaktion auf Zeitsprünge (CET → CEST) - Validierung von Zeitmessungen bei Lauf #35 gegen mögliche Zeitumstellungsartefakte - Quantifizierung des Effekts eines zusätzlichen aux-workers auf Kapazität und Latenz ## Kontext & Hintergrund Läufe mit aufgezeichneten Zeitreihen zu Performance und Timing-Metriken, inklusive Zeitzonen-Offsets. **Gruppierung:** - Run #34 - Run #35 **Trace-Metadaten / zusätzliche Tags:** - epoch_ms - monotonic_ns - tz_offset_minutes - run_id - step_id **Domänenkontext:** - Zeitsynchronisation in produktionsnahen Workload-Systemen - Bewertung von Skalierungseffekten auf Worker-Basis **Motivation:** - Korrekte Interpretation von Messdaten trotz Zeitsprung - Ermittlung des Skalierungseffekts von zusätzlichen aux-workern ## Methode / Spezifikation **Übersicht:** - Einführung eines Timing-Sentinels zur Überwachung von Zeitkonsistenz während der DST-Umstellung - Durchführung eines Single-Parameter-Sweeps mit Variation der aux-worker-Anzahl von 1 auf 2 **Algorithmen / Verfahren:** - Erfassen pro Sample: epoch_ms, monotonic_ns, tz_offset_minutes, run_id, step_id - Validierung: Differenzen aus monotonic_ns ≥ 0; tz_offset_minutes darf einmal springen - Analyse des Einflusses zusätzlicher aux-worker auf Hotspot- und Restlatenz (retry_tailp99) ## Input / Output ### Input-Anforderungen **Hardware:** - Multi-core Umgebung mit konfigurierbaren Worker-Slots **Software:** - Logger mit monotonic-time Unterstützung - Zeitzonen-aware Scheduler **Konfiguration:** - Zeitzone CET/CEST - aux-worker=1 oder 2 ### Erwartete Rohdaten **Felder pro Run:** - epoch_ms - monotonic_ns - tz_offset_minutes - run_id - step_id **Formatbeispiele:** - [1711850400000, 123456789000, 120, 35, 004] **Trace-Daten:** - Format: CSV oder JSON mit Zeitstempeln und Performance-Metriken - Hinweis: Zeitzonenwechsel muss als Sprung in tz_offset_minutes erkennbar sein ### Analyse-Ausgaben **Pro Gruppe / pro Governor:** - retry_tailp99 Hotspot - retry_tailp99 Rest - band_width Δ - Kosten in Slots **Vergleichsausgaben:** - aux-worker=1 vs aux-worker=2 - Δ: −0,4 Prozentpunkte Hotspot Tail ## Workflow / Nutzung **Analyse-Workflow:** - Prüfe DST-Konsistenz per Timing-Sentinel - Verifiziere monotonic_ns Differenzen ≥ 0 - Führe Run unter identischen Parametern außer aux-worker aus - Berechne Differenzen für retry_tailp99 zwischen Stufen A und B - Interpretiere Messabweichungen unter Berücksichtigung von Kosten und band_width ### Trace-Template-Anforderungen **Ziel:** Erkennung und Isolation von Zeitumstellungsartefakten **Erforderliche Tags & Metadaten:** - run_id - step_id - monotonic_ns - tz_offset_minutes **trace-cmd-Setup:** - Monotonic clock aktivieren - Zeitzonenwechsel simulieren oder protokollieren **Run-Design für Contributors:** - Vergleiche Worker 1 und Worker 2 unter konstantem Setup ## Interpretation & erwartete Ergebnisse **Kernbefunde:** - Zeitumstellung beeinflusst Messwerte nicht, wenn monotonic clock konsequent genutzt wird. - Hotspot-Rückgang um ~0,4 Prozentpunkte bei zusätzlichem aux-worker. - Restlatenzen und band_width nahezu unverändert. **Implikationen für Experimente:** - Skalierung über zwei Worker hinaus liefert nur marginale Gewinne. - Zeitumstellung ist als bekannte, aber kontrollierbare Störquelle zu betrachten. **Planungsziel:** - Ziel: Definition eines stabilen Kapazitätspunkts trotz DST-Ereignis - Vorgehen: - DST-Sentinel zur Anomalieerkennung nutzen - Worker-Skalierung schrittweise validieren - Kapazitätskurven mit Sättigungspunkt identifizieren ## Limitationen & Fallstricke **Datenbezogene Limitationen:** - Fehlende Korrektur bei Loggern mit wall time kann negative Δt erzeugen. - Unvollständige Zeitzonen-Metadaten verfälschen Vergleichbarkeit. **Kausalität & Generalisierbarkeit:** - Ergebnisse gelten nur für diese Worker-Konfiguration. - Übertragbarkeit auf heterogene Workload-Muster unbestätigt. **Praktische Fallstricke:** - Fehlkonfigurierte Zeitzonen springen mehrfach pro Lauf. - Nebenläufige Scheduler-Ticks können pseudo-negative Δt maskieren. ## Nächste Schritte & Erweiterungen **Geplante Experimente:** - Untersuchung eines dritten aux-workers zur Verifikation der Sättigung - Test komplexerer Mechanismen (Throttle, Segmente) **Analyseziele:** - Quantitative Modellierung der Worker-Sättigungskurve - Trennung von Laufzeit- und Energieeinflüssen **Community-Beiträge:** - Bereitstellung eines generischen DST-Sentinel-Skripts für Systemexperimente