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2026-03-29 10:41:49 +00:00
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Einfluss der Zeitumstellung auf Worker-Kapazität und Effizienz

Purpose

Analyse der Stabilität und Performance von Systemen während einer Zeitumstellung, insbesondere mit Fokus auf Worker-Skalierung und Timing-Konsistenz.

Problemstellung: Zeitumstellungen beeinflussen Zeitstempel und Messungen. Ziel ist, echten Performance-Einfluss von artefaktbedingten Verzerrungen zu trennen.

Ziele:

  • Überprüfung der Systemreaktion auf Zeitsprünge (CET → CEST)
  • Validierung von Zeitmessungen bei Lauf #35 gegen mögliche Zeitumstellungsartefakte
  • Quantifizierung des Effekts eines zusätzlichen aux-workers auf Kapazität und Latenz

Kontext & Hintergrund

Läufe mit aufgezeichneten Zeitreihen zu Performance und Timing-Metriken, inklusive Zeitzonen-Offsets.

Gruppierung:

  • Run #34
  • Run #35

Trace-Metadaten / zusätzliche Tags:

  • epoch_ms
  • monotonic_ns
  • tz_offset_minutes
  • run_id
  • step_id

Domänenkontext:

  • Zeitsynchronisation in produktionsnahen Workload-Systemen
  • Bewertung von Skalierungseffekten auf Worker-Basis

Motivation:

  • Korrekte Interpretation von Messdaten trotz Zeitsprung
  • Ermittlung des Skalierungseffekts von zusätzlichen aux-workern

Methode / Spezifikation

Übersicht:

  • Einführung eines Timing-Sentinels zur Überwachung von Zeitkonsistenz während der DST-Umstellung
  • Durchführung eines Single-Parameter-Sweeps mit Variation der aux-worker-Anzahl von 1 auf 2

Algorithmen / Verfahren:

  • Erfassen pro Sample: epoch_ms, monotonic_ns, tz_offset_minutes, run_id, step_id
  • Validierung: Differenzen aus monotonic_ns ≥ 0; tz_offset_minutes darf einmal springen
  • Analyse des Einflusses zusätzlicher aux-worker auf Hotspot- und Restlatenz (retry_tailp99)

Input / Output

Input-Anforderungen

Hardware:

  • Multi-core Umgebung mit konfigurierbaren Worker-Slots

Software:

  • Logger mit monotonic-time Unterstützung
  • Zeitzonen-aware Scheduler

Konfiguration:

  • Zeitzone CET/CEST
  • aux-worker=1 oder 2

Erwartete Rohdaten

Felder pro Run:

  • epoch_ms
  • monotonic_ns
  • tz_offset_minutes
  • run_id
  • step_id

Formatbeispiele:

  • [1711850400000, 123456789000, 120, 35, 004]

Trace-Daten:

  • Format: CSV oder JSON mit Zeitstempeln und Performance-Metriken
  • Hinweis: Zeitzonenwechsel muss als Sprung in tz_offset_minutes erkennbar sein

Analyse-Ausgaben

Pro Gruppe / pro Governor:

  • retry_tailp99 Hotspot
  • retry_tailp99 Rest
  • band_width Δ
  • Kosten in Slots

Vergleichsausgaben:

  • aux-worker=1 vs aux-worker=2
    • Δ: 0,4 Prozentpunkte Hotspot Tail

Workflow / Nutzung

Analyse-Workflow:

  • Prüfe DST-Konsistenz per Timing-Sentinel
  • Verifiziere monotonic_ns Differenzen ≥ 0
  • Führe Run unter identischen Parametern außer aux-worker aus
  • Berechne Differenzen für retry_tailp99 zwischen Stufen A und B
  • Interpretiere Messabweichungen unter Berücksichtigung von Kosten und band_width

Trace-Template-Anforderungen

Ziel: Erkennung und Isolation von Zeitumstellungsartefakten

Erforderliche Tags & Metadaten:

  • run_id
  • step_id
  • monotonic_ns
  • tz_offset_minutes

trace-cmd-Setup:

  • Monotonic clock aktivieren
  • Zeitzonenwechsel simulieren oder protokollieren

Run-Design für Contributors:

  • Vergleiche Worker 1 und Worker 2 unter konstantem Setup

Interpretation & erwartete Ergebnisse

Kernbefunde:

  • Zeitumstellung beeinflusst Messwerte nicht, wenn monotonic clock konsequent genutzt wird.
  • Hotspot-Rückgang um ~0,4 Prozentpunkte bei zusätzlichem aux-worker.
  • Restlatenzen und band_width nahezu unverändert.

Implikationen für Experimente:

  • Skalierung über zwei Worker hinaus liefert nur marginale Gewinne.
  • Zeitumstellung ist als bekannte, aber kontrollierbare Störquelle zu betrachten.

Planungsziel:

  • Ziel: Definition eines stabilen Kapazitätspunkts trotz DST-Ereignis
  • Vorgehen:
    • DST-Sentinel zur Anomalieerkennung nutzen
    • Worker-Skalierung schrittweise validieren
    • Kapazitätskurven mit Sättigungspunkt identifizieren

Limitationen & Fallstricke

Datenbezogene Limitationen:

  • Fehlende Korrektur bei Loggern mit wall time kann negative Δt erzeugen.
  • Unvollständige Zeitzonen-Metadaten verfälschen Vergleichbarkeit.

Kausalität & Generalisierbarkeit:

  • Ergebnisse gelten nur für diese Worker-Konfiguration.
  • Übertragbarkeit auf heterogene Workload-Muster unbestätigt.

Praktische Fallstricke:

  • Fehlkonfigurierte Zeitzonen springen mehrfach pro Lauf.
  • Nebenläufige Scheduler-Ticks können pseudo-negative Δt maskieren.

Nächste Schritte & Erweiterungen

Geplante Experimente:

  • Untersuchung eines dritten aux-workers zur Verifikation der Sättigung
  • Test komplexerer Mechanismen (Throttle, Segmente)

Analyseziele:

  • Quantitative Modellierung der Worker-Sättigungskurve
  • Trennung von Laufzeit- und Energieeinflüssen

Community-Beiträge:

  • Bereitstellung eines generischen DST-Sentinel-Skripts für Systemexperimente