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Gating-Prozess und Driftmessung bei aux=3 Runs
Purpose
Dokumentation des Gating-Verfahrens zur Driftkontrolle zwischen aux=2 und aux=3 Runs.
Problemstellung: Run #41 zeigte Drift und war für Vergleichsauswertung unbrauchbar. Es musste eine valide Methodik etabliert werden, um Drift messbar zu erkennen und durch Preflight-Gating auszuschließen.
Ziele:
- Einrichtung eines validierten aux=3 Runs mit messbarer Driftkontrolle
- Erstellung einer sauberen Vergleichsbasis zwischen aux=2 und aux=3
- Vermeidung von Drift-bedingten Fehlinferenzen
Kontext & Hintergrund
Preflight- und Run-Messdaten für aux=2 und aux=3 unter identischen Setup-Bedingungen.
Gruppierung:
- aux=2
- aux=3
Trace-Metadaten / zusätzliche Tags:
- timestamp
- measured_p
- freeze_ok
- setup_fingerprint
- policy_hash
Domänenkontext:
- Systemleistungstests mit Zeitdrift-Empfindlichkeit
- Vergleich experimenteller Laufkonfigurationen (aux=2 vs aux=3)
Outlier-Definition:
- Methode: threshold gating
- Beschreibung: Messwerte außerhalb des Zielbands (0.10 ± 0.02) werden verworfen.
- Metrik: measured_p
Motivation:
- Ermittlung stabiler Referenzbedingungen
- Identifikation reproduzierbarer Driftanzeichen
- Sicherung statistischer Vergleichbarkeit
Methode / Spezifikation
Übersicht:
- Einführung eines formalen Gating-Schritts vor jedem aux-Run
- Messung von Drift-Indikatoren bereits im Preflight
- Start des Laufs nur bei erfülltem Freeze-Kriterium
Algorithmen / Verfahren:
- Führe Preflight-Messungen aus, bis measured_p innerhalb 0.10 ± 0.02 liegt.
- Setze freeze_ok=true, sobald das Zielband erreicht ist.
- Starte den Hauptlauf (aux=Run) nur bei freeze_ok=true.
- Vergleiche die Resultate zwischen aux=2 und aux=3.
C-State-Kontrolle
Ziel: Minimierung externer Drift-Ursachen während Messung
Vorgehen:
- Identische setup_fingerprint- und policy_hash-Parameter erzwingen
- Laufbedingungen einfrieren (Freeze-first Policy)
- Erfassung jeder Preflight-Iteration zur Driftanalyse
Input / Output
Input-Anforderungen
Hardware:
- identisches Messsystem für beide Läufe
Software:
- Preflight-Gating-Logik mit freeze_ok-Feld
Konfiguration:
- Toleranzband für measured_p (0.10 ± 0.02)
Erwartete Rohdaten
Felder pro Run:
- timestamp
- measured_p
- freeze_ok
- setup_fingerprint
- policy_hash
Formatbeispiele:
- 2024-06-21T07:11:32Z,0.109,true,abcd1234,efgh5678
Trace-Daten:
- Format: tabellarisch oder JSON
- Hinweis: Jeder Messversuch wird einzeln erfasst, um Drift über Zeit zu analysieren.
Analyse-Ausgaben
Pro Gruppe / pro Governor:
- Median
- Interquartilbereich (IQR)
- retry_tail_p99_Hotspot
- retry_tail_p99_Rest
- band_width
- Δband_width
Vergleichsausgaben:
-
aux=2 vs aux=3
- Δ: direktional positiv (+)
- CI(Δ): noch nicht berechnet
- RR: nicht bestimmt
- CI(RR): nicht bestimmt
- Tests: nicht angewendet
-
C-State-Korrelation: nicht gemessen
-
Trace-Muster: Preflight-Drift sichtbar durch measured_p-Trend
Workflow / Nutzung
Analyse-Workflow:
- Verwerfe vorherige fehlerhafte Runs mit Drift (#41).
- Starte neuen Run (#41b) mit Preflight-Gate.
- Überprüfe measured_p bis freeze_ok=true.
- Führe Hauptlauf durch und erfasse Vergleichsmetriken.
- Vergleiche aux=2 vs aux=3 anhand identischer Konfigurationen.
Trace-Template-Anforderungen
Ziel: Standardisierung von aux-Run-Daten für Vergleichbarkeit
Erforderliche Tags & Metadaten:
- timestamp
- measured_p
- freeze_ok
- setup_fingerprint
- policy_hash
trace-cmd-Setup:
- Verwende identische setup_fingerprint-Werte pro Paarvergleich
Run-Design für Contributors:
- Nur gültige Runs mit freeze_ok=true hochladen
Interpretation & erwartete Ergebnisse
Kernbefunde:
- Drift ist reproduzierbar messbar und durch Gating kontrollierbar.
- aux=3 zeigt konsistent leicht höhere retry_tail_p99-Werte gegenüber aux=2.
- Formal gültiger Vergleich erstmals möglich durch identische setup_fingerprint- und policy_hash-Werte.
Implikationen für Experimente:
- Driftreduktion ist Voraussetzung für valide Performance-Vergleiche.
- Freeze-first-Policy verhindert zufällige Laufabweichungen.
- Erste stabile Basis für weiterführende Band- und Stratumtests geschaffen.
Planungsziel:
- Ziel: Messung stabiler Δ(aux3−aux2)-Effekte ohne Drift
- Vorgehen:
- Engbandiges Preflight-Gate anwenden
- Drift vor Hauptlauf detektieren und kompensieren
- Vergleich nur bei identischen Setup-Hashes zulassen
Limitationen & Fallstricke
Datenbezogene Limitationen:
- Kleine Stichprobe (ein Paarvergleich) reduziert Aussagekraft.
- Preflight-Zielband kann systemabhängig variieren.
Bootstrap-spezifische Limitationen:
- Noch keine Bootstrap-validierte Unsicherheitsabschätzung durchgeführt.
Kausalität & Generalisierbarkeit:
- Ergebnisse gelten nur für identisches Setup.
- Keine kausale Aussage über Driftursache möglich.
Praktische Fallstricke:
- Ungültige Runs ohne freeze_ok müssen konsequent ausgeschlossen werden.
- Spätere Änderungen in setup_fingerprint brechen Vergleichbarkeit.
Nächste Schritte & Erweiterungen
Geplante Experimente:
- Ein weiteres gültiges aux=3-Replikat im gleichen Freeze-Band durchführen.
- Danach Band-Schwelleneinflüsse prüfen.
Analyseziele:
- Stabilität von Δ(aux3−aux2) über mehrere Runs evaluieren.
- Drift-Koeffizienten quantifizieren.
Regression & Modellierung:
- Bootstrap-Resampling zur Unsicherheitsschätzung implementieren.
- Modellierung der measured_p-Drift über Zeitachsen.
Community-Beiträge:
- Definition fixer Gating-Kriterien für künftige aux-Vergleiche.
- Bereitstellung standardisierter Preflight-Protokolle.