licht_im_leeren_nebel/experiment_report/README.md

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Experiment: Sichtbarkeit von Licht ohne Streumittel

Purpose

Untersuchung, ob Licht ohne Streumittel im Raum sichtbar wird.

Problemstellung: Licht wird nur sichtbar, wenn es an Partikeln oder Oberflächen gestreut oder reflektiert wird. Ziel war die empirische Überprüfung dieser Bedingung durch Feldmessungen ohne Nebel oder Staub.

Ziele:

  • Vergleich physikalischer Messwerte mit subjektiver Wahrnehmung.
  • Analyse der Sichtbarkeit von LED-Lichtkegeln in partikelfreier Luft.
  • Vergleich von Reflexionseffekten auf unterschiedlichen Oberflächen.

Kontext & Hintergrund

Sensorlogs mit Intensitäts- und Spektralwerten, ergänzt durch subjektive Wahrnehmungsnotizen.

Gruppierung:

  • Luftmessungen
  • Messungen mit Reflektorplane
  • Reflexionen an Wasser

Trace-Metadaten / zusätzliche Tags:

  • Zeitstempel
  • GPS-Koordinaten
  • Spektralverlauf
  • LED-Intensität

Domänenkontext:

  • Optik
  • Lichtstreuung
  • Wahrnehmungspsychologie
  • Experimentaldokumentation

Outlier-Definition:

  • Methode: Manuelle Sichtung der Logdaten
  • Beschreibung: Identifikation unplausibler Intensitätssprünge (>±1%) oder Sensorfehler.
  • Metrik: ΔIntensität / lm-Abweichung

Motivation:

  • Überprüfung physikalischer Theorie über Lichtstreuung.
  • Erforschung der Differenz zwischen objektiver Messung und subjektiver Wahrnehmung.
  • Praxisbeispiel für Licht- und Wahrnehmungsexperimente unter Realbedingungen.

Methode / Spezifikation

Übersicht:

  • Drei LED-Strahler (6500K, 10000lm) in gleichmäßiger Anordnung.
  • Verkabelung zu zentralem Verteiler mit RaspberryPi5.
  • Datenerfassung mittels Lichtspektrumanalysator und GPS-Modul.
  • Logintervall: 5s pro Messpunkt.
  • Vergleichsmessung mit und ohne reflektierender Plane.

Algorithmen / Verfahren:

  • Spektrum- und Intensitätslogging über serielle Schnittstelle.
  • Korrelation der Intensitätsdaten mit GPS-Position.
  • Manuelle Synchronisierung subjektiver Wahrnehmungsnotizen mit Zeitstempeln.

Input / Output

Input-Anforderungen

Hardware:

  • 3× LED-Strahler (6500K, >10000lm)
  • 1× RaspberryPi5
  • 1× Spektrumanalysator
  • 1× GPS-Modul
  • 1× Kamera (Nachtmodus, 1/8s Belichtung)
  • 4× 12V-Akkupacks

Software:

  • SSH-Zugang zum RaspberryPi
  • eigener Logger (5sIntervall, Textdateiformat)
  • optional: Fotometer-App für Vergleichsmessungen

Konfiguration:

  • Kamerabelichtung fix auf 1/8s
  • Reflexionsplane in 10m Abstand bei Vergleichsmessung
  • GPS-Logging alle 3m entlang 60m Strecke

Erwartete Rohdaten

Felder pro Run:

  • Zeit
  • LED-ID
  • Lichtstrom (lm)
  • Peak-Wellenlänge (nm)
  • GPS-Koordinaten
  • ΔIntensität (%)

Formatbeispiele:

  • [20:05:17] LED_A: 9985lm | Peak:465nm | Lat:48.56N | Lon:13.43E

Trace-Daten:

  • Format: Textlog mit ZeitstempelBlöcken
  • Hinweis: Konsistente 5s-Abstände, ergänzt durch Wahrnehmungsnotizen.

Analyse-Ausgaben

Pro Gruppe / pro Governor:

  • Mittelwert Intensität
  • Varianz (±0,5%)
  • Peak-Verschiebung (nm)

Vergleichsausgaben:

  • Luftmessung vs Reflektorplane

    • Δ: +12% Intensitätszuwachs
  • Trace-Muster: Konsistente Intensitätswerte; keine Korrelation zur subjektiven Intensitätswahrnehmung.

Workflow / Nutzung

Analyse-Workflow:

  • Systemaufbau und Funktionsprüfung aller LED-Strahler.
  • Start des Loggers über SSH.
  • Erfassung von Daten in Abständen von 5s.
  • Verifikation der GPS-Daten.
  • Zusatzmessung mit reflektierender Plane.
  • Datenüberlagerung und Vergleich der Spektral-Peaks und Intensitätswerte.

Trace-Template-Anforderungen

Ziel: Reproduzierbare Messung von LED-Intensität und spektraler Stabilität ohne Umgebungspartikel.

Erforderliche Tags & Metadaten:

  • Zeitstempel
  • GPS-Koordinaten
  • Peak-Wellenlänge
  • Intensität

trace-cmd-Setup:

  • Fixe Lograte (5s)
  • synchrone Zeiterfassung

Run-Design für Contributors:

  • Aufnahme bei klarer Luft, keine sichtbaren Partikel.
  • LED-Intensität10000lm empfohlen.
  • Dokumentation subjektiver Wahrnehmung mit Zeitvermerk.

Interpretation & erwartete Ergebnisse

Kernbefunde:

  • Lichtstrahlen in partikelfreier Luft sind unsichtbar.
  • Sichtbarkeit entsteht nur durch Streuung oder Reflexion.
  • Subjektive Wahrnehmung suggeriert Intensitätsschwankungen ohne reale Messabweichung.

Implikationen für Experimente:

  • Wahrnehmungskurven dürfen nicht mit objektiven Messverläufen gleichgesetzt werden.
  • Verstärkte Reflexionsprüfungen können tatsächliche Sichtbarkeitsgrenzen belegen.

Planungsziel:

  • Ziel: Abgleich von Wahrnehmung und Messung im Bereich sichtbarer Lichtkegel.
  • Vorgehen:
    • Erfassung realer Intensität
    • Parallelnotizen zu subjektiven Eindrücken
    • Vergleich beider Datentypen

Limitationen & Fallstricke

Datenbezogene Limitationen:

  • Kontaktfehler an LEDB verursachte kurzzeitigen Signalverlust vor Teststart.
  • Manuelle Notizen können zeitlich leicht versetzt zu Messdaten liegen.

Kausalität & Generalisierbarkeit:

  • Subjektive Wahrnehmung nicht generalisierbar.
  • Experiment zeigt qualitative, keine statistisch abgesicherten Ergebnisse.

Praktische Fallstricke:

  • Feuchtigkeitsbedingte Kontaktprobleme.
  • Beobachtungsumgebung (Uferbereich) erfordert Sicherheitsmaßnahmen.
  • Reflexion an Wasser kann als falsches Streumuster interpretiert werden.

Nächste Schritte & Erweiterungen

Geplante Experimente:

  • Systematische Messung bei verschiedenen Feuchte- und Nebelgraden.
  • Variation der Reflektorabstände (515m).
  • Kamerafokuskalibrierung zur Minimierung flirrender Artefakte.

Analyseziele:

  • Quantitative Auswertung von Spektralverschiebungen bei reflektierten Anteilen.
  • Vergleich unterschiedlicher LED-Farben (z.B. 3000K, 6500K).

Regression & Modellierung:

  • Anwendung einfacher Regressionsmodelle für Intensitätsverlauf über Entfernung.
  • Korrelationsanalyse zwischen realen Intensitätsdaten und subjektiven Wahrnehmungseinträgen.

Community-Beiträge:

  • Bereitstellung reproduzierbarer Logformate.
  • Anleitung zu sicheren Nachbauten mit handelsüblicher Ausrüstung.